Halten Sie Ihren Handelsregisterauszug aktuell!

Es ist sehr wichtig, dass im Handelsregister die jeweils korrekten und aktuellen Firmendaten verzeichnet sind und dass man Änderungen sofort meldet. Dazu ist man nämlich als Geschäftsführer gesetzlich verpflichtet.

Ganz davon abgesehen, ist das Handelsregister sozusagen die Visitenkarte des Unternehmers. Geschäftspartner informieren sich hier und recherchieren vor Aufnahme oder Fortsetzung einer Geschäftsbeziehung die internen Verhältnisse der Firma.
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Was steht auf der Gewerbeanmeldung?

Anders als das Handelsregister, wird ein Gewerbe bei der Gemeinde angezeigt. Man kann dort eine Auskunft einholen, die „Gewerbeanmeldung“ genannt wird. Das ist zwar eigentlich nicht ganz korrekt, weil ein Gewerbe nicht angemeldet, sondern nur angezeigt wird, aber grundsätzlich nennt man dieses Dokument Gewerbeanmeldung.

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Ausländische Firmen im deutschen Handelsregister

Im deutschen Handelsregister sind nicht nur deutschen Firmen eingetragen, sondern auch Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen in Deutschland. Es handelt sich dabei um nach ausländischem Recht gegründete Firmen, die in Deutschland nicht nur vorübergehend geschäftlich tätig sind und dort eine Niederlassung unterhalten – egal, ob diese Niederlassung selbständig oder unselbständig ist.
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Was muss man sich vor der GmbH-Gründung überlegen?

Bevor man für die Firmengründung zum Notar geht, ist zuächst einmal die Beratung über die richtige Rechtsform notwendig: Ein Rechtsanwalt oder ein Notar können erst einmal die Bedürfnisse aufnehmen und eine Beratung über die Wahl der Rechtsform durchführen. Eine GmbH kann das Richtige sein, aber sie muss es nicht.

Außerdem muss man prüfen, ob der Gesellschaftszweck nicht den Gesetzen widerspricht oder ob eine besondere Genehmigung notwendig ist. Für Bank- oder Versicherungsgeschäfte ist zum Beispiel eine besondere Zulassung notwendig, ebenso für das Inkassogeschäft.

Des weiteren muss der Name der Firma gefunden werden. Bei einer GmbH sind Phantasienamen zulässig. Allerdings muss man hier fremde Namens- und Markenrechte beachten. Ein erster Anhaltspunkt ist eine Suche im Internet oder im Handelsregister. Ein Rechtsanwalt kann auch hier fundiert und sachlich beraten.

Eine GmbH hat ein Mindestkapital, das Stammkapital. Jedoch sollte man, ganz abgesehen vom Stammkapital, sowieso einen detaillierten Finanzplan aufstellen. Denn keine Geschäftsidee kann ohne Kapital verwirklicht werden.

Es braucht einen Geschäftsführer. Wer übernimmt diese Funktion? Der Geschäftsführer muss befähigt sein, die Geschäfte der Firma zu führen. Er muss sich in der Branche auskennen und verfügt bestenfalls bereits über Erfahrung.

Sind Sie der einzige Gesellschafter? Oder gibt es weitere Beteiligte? Stellen Sie eine Liste zusammen, wer an der Gesellschaft in welcher Höhe beteiligt sein soll.

Erst wenn Sie all diese Informationen schriftlich fixiert haben, sollten Sie bei einem Notar einen Termin zur GmbH-Gründung vereinbaren.

Was muss der Geschäftsführer einer Firma tun? – Teil 1

Der Geschäftsführer einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist für die Führung der Geschäfte verantwortlich. Er leitet die Firma und vertritt sie in allen rechtlichen Angelegenheiten. Zum Beispiel ist er in Gerichtprozessen des Unternehmens der rechtliche Vertreter. Er ist auch derjenige, der für die Firma unterschreiben und Verträge schließen darf. Er ist zeichnungsberechtigt.

Die Details seiner Zeichnungsberechtigung ergeben sich aus dem Handelsregister: Manche Geschäftsführer dürfen nur zu zweit oder mit mehreren unterschreiben, manche dürfen allein zeichnen. Im Außenverhältnis ist diese Vertretungsberechtigung jedenfalls unbeschränkt, das heißt, jede Rechtshandlung des Geschäftsführers ist wirksam. Im Innenverhältnis, also im Verhältnis zwischen Geschäftsführer und Gesellschaft, kann die Vertretung eingeschränkt sein. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass der Geschäftsführer für jedes Geschäft ab einem bestimmten Wert die einzelne Zustimmung der Gesellschafter benötigt.

Verstößt er dagegen, ist dies, wie gesagt, im Außenverhältnis, also gegenüber Dritten, wirksam. Im Innenverhältnis kann der Geschäftsführer jedoch zu Schadensersatz verpflichtet sein.

Es lohnt sich also immer ein Blick ins Handelsregister, wenn man sich über die Vertretungsmacht des Geschäftsführers unsicher ist.