Was sagt mir der Handelsregisterauszug?

Dem Handelsregisterauszug einer Firma kann man die Verhältnisse einer Firma sowie die Vertretungsbefugnisse entnehmen. Auf den Inhalt des Handelsregisters kann man sich verlassen, er hat die gesetzliche Vermutung der Richtigkeit an sich.

Das bedeutet: Man sollte vor wichtigen Vertragsabschlüssen ins Handelsregister schauen. Dort ist aufgelistet, wer für die Firma zeichnungsberechtigt ist. Das können ein oder mehrere Personen sein, Geschäftsführer oder Prokuristen. Die Vertretungsmacht eines Geschäftsführers oder Prokuristen ist nach außen nicht zu beschränken. Steht also derjenige, der den Vertrag unterschrieben hat, auch im Handelsregister, kann man sich darauf verlassen, dass er auch dazu befugt ist.

Welche Informationen stehen im Handelsregister?

Im Handelsregister werden öffentlich der Firmenname, die Geschäftsanschrift, das Kapital und der Zweck veröffentlicht. Der Zweck ist die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist.

Außerdem wird die Vertretungsregelung publiziert: Die Daten des Geschäftsführers oder der Geschäftsführer, wenn es mehrere sind, sowie die Daten des oder der Prokuristen.

Außerdem sind in der Registerakte am zuständigen Registergericht der Gesellschaftsvertrag und sämtliche Handelsregister-Anmeldungen im Original vorhanden.

Einen Handelsregisterauszug kann sich ohne besondere Begründung anfordern. Dazu entstehen Kosten beim örtlichen Amtsgericht. Auch in die Registerakte kann jeder Einsicht nehmen. Es ist also möglich, die genauen Hintergründe einer Firmengründung nachzuvollziehen, indem man beim Registergericht in die Registerakte schaut.

Was muss man sich vor der GmbH-Gründung überlegen?

Bevor man für die Firmengründung zum Notar geht, ist zuächst einmal die Beratung über die richtige Rechtsform notwendig: Ein Rechtsanwalt oder ein Notar können erst einmal die Bedürfnisse aufnehmen und eine Beratung über die Wahl der Rechtsform durchführen. Eine GmbH kann das Richtige sein, aber sie muss es nicht.

Außerdem muss man prüfen, ob der Gesellschaftszweck nicht den Gesetzen widerspricht oder ob eine besondere Genehmigung notwendig ist. Für Bank- oder Versicherungsgeschäfte ist zum Beispiel eine besondere Zulassung notwendig, ebenso für das Inkassogeschäft.

Des weiteren muss der Name der Firma gefunden werden. Bei einer GmbH sind Phantasienamen zulässig. Allerdings muss man hier fremde Namens- und Markenrechte beachten. Ein erster Anhaltspunkt ist eine Suche im Internet oder im Handelsregister. Ein Rechtsanwalt kann auch hier fundiert und sachlich beraten.

Eine GmbH hat ein Mindestkapital, das Stammkapital. Jedoch sollte man, ganz abgesehen vom Stammkapital, sowieso einen detaillierten Finanzplan aufstellen. Denn keine Geschäftsidee kann ohne Kapital verwirklicht werden.

Es braucht einen Geschäftsführer. Wer übernimmt diese Funktion? Der Geschäftsführer muss befähigt sein, die Geschäfte der Firma zu führen. Er muss sich in der Branche auskennen und verfügt bestenfalls bereits über Erfahrung.

Sind Sie der einzige Gesellschafter? Oder gibt es weitere Beteiligte? Stellen Sie eine Liste zusammen, wer an der Gesellschaft in welcher Höhe beteiligt sein soll.

Erst wenn Sie all diese Informationen schriftlich fixiert haben, sollten Sie bei einem Notar einen Termin zur GmbH-Gründung vereinbaren.

Was muss der Geschäftsführer einer Firma tun? – Teil 2

Der Geschäftsführer muss die Geschäfte des Unternehmens mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns führen. Dazu gehört zuerst, dass er sämtliche gesetzlichen Bestimmungen einhält. Dazu gehören die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes sowie des Handelsgesetzbuches.

Die „Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns“ ist nicht genau definiert: Geundsätzlich muss er die Geschäfte so führen, wie es ein ordentlicher Dritter tun würde. Genaueres bleibt der Auslegung vorbehalten.

Im Normalfall stimmt sich der Geschäftsführer mit den (im Handelsregister eingetragenen) Gesellschaftern bei schwierigen Fragen ab.

Was muss der Geschäftsführer einer Firma tun? – Teil 1

Der Geschäftsführer einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist für die Führung der Geschäfte verantwortlich. Er leitet die Firma und vertritt sie in allen rechtlichen Angelegenheiten. Zum Beispiel ist er in Gerichtprozessen des Unternehmens der rechtliche Vertreter. Er ist auch derjenige, der für die Firma unterschreiben und Verträge schließen darf. Er ist zeichnungsberechtigt.

Die Details seiner Zeichnungsberechtigung ergeben sich aus dem Handelsregister: Manche Geschäftsführer dürfen nur zu zweit oder mit mehreren unterschreiben, manche dürfen allein zeichnen. Im Außenverhältnis ist diese Vertretungsberechtigung jedenfalls unbeschränkt, das heißt, jede Rechtshandlung des Geschäftsführers ist wirksam. Im Innenverhältnis, also im Verhältnis zwischen Geschäftsführer und Gesellschaft, kann die Vertretung eingeschränkt sein. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass der Geschäftsführer für jedes Geschäft ab einem bestimmten Wert die einzelne Zustimmung der Gesellschafter benötigt.

Verstößt er dagegen, ist dies, wie gesagt, im Außenverhältnis, also gegenüber Dritten, wirksam. Im Innenverhältnis kann der Geschäftsführer jedoch zu Schadensersatz verpflichtet sein.

Es lohnt sich also immer ein Blick ins Handelsregister, wenn man sich über die Vertretungsmacht des Geschäftsführers unsicher ist.

Was ist das Handelsregister?

Im Handelsregister sind alle deutschen Firmen verzeichnet. Die Aufnahme ist verpflichtend. Eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) entsteht erst mit der Eintragung im Handelsregister. Vorher, also für vor der Eintragung eingegangene Geschäfte, haften die Gesellschafter privat.

In das Handelsregister werden bei der Firmengründung Angaben zum Geschäftsführer und zu den Vertretungsbefugnissen eingetragen. Der Geschäftsführer vertritt die Firma nach außen.

Den Gesellschaftern „gehört“ die Firma. Sie haben das Stammkapital bezahlt, und sie erhalten die Ausschüttungen.

Regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, muss eine Gesellschafterversammlung durchgeführt werden. Auf dieser Versammlung, die von einem Notar beurkundet werden muss, muss zumindest der letzte Jahresabschluss festgestellt werden. Oft wird auf einer Gesellschafterversammlung außerdem über aktuelle Angelegenheiten der Gesellschaft beraten. Die Gesellschafter erteilen dem Geschfäftsführer hier Weisungen, wie die Gesellschaft zu führen ist.